Mailing & Markup Mit Mängeln
Dennis Erdmann am Freitag, den 30. Januar 2009Vor ein paar Tagen wurde ich wieder mit einem an sich interessanten Mailing überrascht. In dem schlicht, gut gestalteten Mailing bot mir ein Dienstleister bei München seine jahrelange Programmier-Erfahrung in diversen Sprachen an. Auch wenn ich derzeit kein Projekt habe, das die Programmierung an Externe rechtfertigen würde, wollte ich den Jungs doch zumindest ein Feedback geben. Die auf der Rückseite angepriesene Faxantwort war gut durchdacht, enthielt mehrere Möglichkeiten von „Bitte schnell, es brennt“ bis „Wir haben derzeit kein Interesse“.
Ich wollte gerade die Absage durch das Fax jagen, als mir auffiel, dass der Dienstleister seine Faxnummer gar nicht mit auf dem Mailing angegeben hatte. Ob Versehen oder Absicht sei dahin gestellt. Normalerweise wäre die Antwort damit im Müll gelandet, schließlich soll man es ja dem potentiellen Kunden so einfach wie möglich machen. Doch ich erbarmte mich und warf einen zweiten Blick auf die Webpräsenz, um nach der Faxnummer zu suchen. Die war glücklicherweise schnell gefunden.

Aus reiner Neugierde warf ich einen kurzen Blick in den Quellcode der Webseite. Ein paar Fehler sah ich auf den ersten Blick, andere warf mir der W3C Markup Validation Service aus. Veraltete Standards, doppelte IDs uvm. Insgesamt unbefriedigend, wenn ich überlege, dass ich Teile der Programmierung in Hände des Subunternehmers hätte geben sollen.
Die Faxantwort habe ich trotzdem rausgeschickt, mit dem Hinweis, dass die Faxnummer gefehlt hat. Denn das Mailing war, bis auf den kleinen Fehler durchaus ansprechend und wird seine Wirkung nicht verfehlt haben.
Übrigens: Ich würde es mir normalerweise nicht anmaßen, Kollegen aus der Branche bzw. des Leistungen anzuprangern. Wenn jedoch ein konkretes Angebot eines Subunternehmers vorliegt, der mit Expertenwissen wirbt, dann erwarte ich auch, dass dieses Wissen auch auf der eigenen Präsenz umgesetzt wird.